Mir begegnet kaum noch jemand, der sich nicht über eine gewisse Informationsüberflutung beschwert. Regelmäßig beklagen sich Gesprächspartner über eine ständige Erreichbarkeit, sich kaum noch von seiner „elektronischen Fessel“ trennen zu können und dem Gefühl, von Informationen überfordert zu sein.

Der Frosch im Wasser

Kennst Du das Experiment mit dem Frosch im kochenden Wasser? Im Wesentlichen geht es darum: Ein Frosch im Wasser wird dieses nicht verlassen und langsam zu Tode kochen, wenn das Wasser langsam und gleichmäßig zum Kochen gebracht wird. Ungefähr so beeinflusst die ständige Erreichbarkeit unsere Aufmerksamkeitsspanne und Produktivität – langsam aber sicher hat sich der Grad der Ablenkung erhöht, während die fortschreitende Internetevolution uns mehr und mehr mit Informationen durch digitale Medien überflutet.

Das Problem: Digitale Ablenkung

Das Problem mit der digitalen Ablenkung beginnt mit dem Moment, in dem wir online gehen. Und wir sind ständig online! Selbst, wenn wir nur einen „kurzen Blick“ in die E-Mails riskieren, werden wir von ihnen verschlungen. Und es scheint, je mehr E-Mails wir bekommen, um so mehr sehen wir uns genötigt, uns mit ihnen zu beschäftigen. Dieses Phänomen gilt übrigens nicht nur für E-Mails – Social Media, Instand Messaging oder Fernsehen haben den gleichen Effekt.

7 Strategien gegen Informationsüberflutung

Die Bemühung unsere Erreichbarkeit zu managen und uns selbst von der digitalen Ablenkung zu entwöhnen ist harte Arbeit. Nicht unmöglich, aber es bedarf einer gewissen Portion Selbstdisziplin. Die folgenden Strategien können Dir helfen die Informationsüberflutung einzudämmen:

 

  1. Verringere die eingehende Information auf das Wesentliche – Entscheide, welche Informationen für dich unentbehrlich sind. Welche Art von Information und welche Quelle bieten Dir einen Mehrwert? Entscheide wieviel Zeit Du tatsächlich mit TV und digitalen Medien verbringen willst. Dokumentiere Deine Entscheidungen und mache sie zur Regel!
  2. Höre auf, Deine Nachrichten alle 2 Minuten zu checken – Okay, ganz abschalten geht nicht, aber es gibt keinen wirklichen Grund warum eingehende Nachrichten den ganzen Tag überprüft werden müssen. Plane drei Blöcke im Kalender, um Deine Nachrichten zu checken. Morgens, mittags und abends, und nicht länger als 30 Minuten! Diese Blöcke werden Dir helfen, Dich eben nur auf diese Aufgabe zu konzentrieren.
  3. Das Ziel – Starte mit einem Ziel vor Augen, bevor Du mit einer Aufgabe beginnst! Diese Vorgehensweise hilft Dir Deine Zeit effektiv zu managen. Wenn Du einem geplanten Block einen klaren Zweck und ein klares Ziel zuweist, bleibst Du automatisch fokussiert und registrierst Ablenkungen viel einfacher.
  4. Gehe Offline und setze Dir Zeitlimits – Wir haben alle eine Informationsschwäche sobald wir online sind. Gehe Offline, wenn Du eine Aufgabe erledigst! Setze Dir ein Zeitlimit für Deine Aktivitäten und Aufgaben, das hilft Dir Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Stelle einen Timer zur Erinnerung!
  5. Vermeide Multitasking – Du schaffst mehr, wenn Du Dich innerhalb Deines Zeitlimits nur auf ein Ziel, eine Aufgabe konzentrierst! Multitasking kann Dir die Illusion geben, dass Du mehr schaffst. Aber tatsächlich machst Du nicht mehrere Dinge gleichzeitig, sondern nur eine Aufgabe nach der anderen, indem Du von Aufgabe zu Aufgabe wechselst.
  6. „Eat the ugly frog first“ – Wir starten jeden Tag mit neuer Energie. Was ist da naheliegender als die wichtigste Aufgabe, für die wir die meiste Energie benötigen, am Anfang des Tages zu erledigen? Also, bevor Du online gehst, erledige Deine wichtigen Aufgaben!
  7. Mache eine Informations-Diät – Schalte alle Informationsquellen für eine gewisse Zeit aus! Fange mit einer Stunde an, gehe am besten Spazieren und nehme kein Smartphone mit oder schalte zumindest den Flugmodus ein. Erweitere den Zeitraum so wie Du Dich am wohlsten fühlst.